Das Phänomen des Crackings kann starke Auswirkungen auf die Ernte haben, Schäden an den Früchten verursachen und deren Qualität beeinträchtigen. Dieses Problem der Epidermis, das durch Unregelmäßigkeiten beim Wachstum der Frucht verursacht wird, führt zur Bildung von Schrunden und Rissen an der Schale. Äpfel, die diesen Mangel aufweisen, werden in der Station aussortiert und können nicht als Qualitätsapfel unter der Marke Pink Lady® verkauft werden.

In den letzten beiden Jahren waren viele Obstplantagen vor allem aufgrund der starken Frosteinbrüche zu Beginn des Frühjahrs der Gefahr der Rissbildung ausgesetzt.

Dieses Phänomen kann durch einfach umzusetzende Lösungen erheblich reduziert werden:

Eine regelmäßige Bewässerung und eine ausreichende Wasserzufuhr verhindern, dass die Dehnung der Fruchtschale während des Wachstums zu starken Schwankungen ausgesetzt ist.

Zusätzlich zur Tropfenbewässerung ist eine Beregnung der Blätter empfehlenswert, damit die Luftfeuchtigkeit in der Obstplantage hoch genug ist, um die Photosynthese zu verlängern und ein gleichmäßiges Wachstum der Früchte zu gewährleisten.

Um die Steuerung der Bewässerung zu optimieren, hat Pink Lady® Europe vor mehreren Monaten das zusammen mit Vertigo Lab durchgeführte Watershift-Projekt in das Programm des Pink LAB aufgenommen, das derzeit in Frankreich, Spanien und Italien erprobt wird. Im Rahmen dieses Projekts beteiligt sich Pink Lady® Europe an der Entwicklung eines Indikators, mit dem der Bewässerungsbedarf der Parzellen mithilfe von meteorologischen, satellitengestützten und agronomischen Messinstrumenten besser verfolgt werden kann, die letztendlich als Entscheidungshilfe in ein auf die Pink Lady®-Produktion zugeschnittenes Tool (OAD) integriert werden sollen.

Zur Bekämpfung des Cracking-Phänomens wurde für die Erzeuger der Emilia Romagna, einem für das Cracking besonders anfälligen Anbaugebiet, am 20. Juni ein Treffen organisiert. Michele Mariani und Alessandro Zago, Versuchstechniker bei der Fondation Navarra, stellten die derzeit verfügbaren Lösungen zur Bewässerungskontrolle vor: Sonden, Sensoren, Wetterstationen sowie Bewässerungsprogramme, die bei bereits in der Vergangenheit aufgetretenen Problemen mit Rissen in den Obstplantagen bevorzugt eingesetzt werden sollten. Experten von jedem autorisierten Vertriebshändler in der Emilia-Romagna konnten ebenfalls ihren Beitrag zu dem Austausch leisten und ihre Lösungen zur Bekämpfung des Crackings vorstellen.

Einen Bericht über dieses Treffen finden Sie auf